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Wie erkenne ich Phishing?

Wie Sie betrügerische E-Mails erkennen können.

Die internex GmbH wird Sie niemals auffordern, einen Link zu öffnen, wo wir Sie bitten, Ihre Zugangsdaten für E-Mail-Accounts oder das internex Terminal einzugeben.

Falls Sie sich unsicher sind, ob eine Nachricht echt ist oder Sie Opfer eines Phishing-Vorfalls geworden sind, wenden Sie sich bitte immer direkt an unsere Support-Adresse [email protected]. Wir helfen Ihnen natürlich gerne weiter.

Weiterführende Informationen zu Phishing finden Sie in unserem Blog-Post:

1 - Was ist Phishing?

Der Begriff "Phishing" setzt sich aus den englischen Wörtern "Password" und "Fishing" zusammen. Gemeint ist damit das gezielte "Fischen" nach Zugangsdaten, meist per E-Mail.

In den meisten Fällen wird darauf gehofft, dass der Empfänger auf einen Link klickt, der auf eine gefälschte Website führt, wo Zugangsdaten eingegeben werden sollen. Die gefälschten E-Mails und Websites sehen den echten dabei oft zum Verwechseln ähnlich.

2 - Phishing-E-Mails erkennen

Nachfolgend finden Sie einige Merkmale und Tipps, wie Sie Phishing-E-Mails leichter erkennen können.

2.1 - Technische Merkmale

2.1.1 - Gefälschte Absenderadresse

Hinter einem vermeintlich korrekten Absendernamen verbirgt sich vielleicht eine gefälschte Absenderadresse.

Wenn Sie eine E-Mail versenden, geschieht dies über SMTP (Simple Mail Transfer Protocol), das Mail-Protokoll. Dieses Protokoll entstand in einer Zeit, als das Internet ein kleiner, geschlossener Kreis zwischen Universitäten und Behörden war, weshalb keine Sicherheits- oder Authentifizierungsmechanismen eingebaut wurden.

Ein möglicher Angreifer nutzt die Schwachstellen von SMTP gezielt aus, um Ihnen eine E-Mail zu senden, die seriös wirkt. Dieser sendet z. B. folgende Parameter in der Kopfzeile einer E-Mail mit:

From: "internex GmbH" <[email protected]>

Wenn Sie z. B. Outlook benutzen, wird Ihnen nur "internex GmbH" als Absender angezeigt. In Wahrheit befindet sich hinter diesem beliebig gewählten Namen die E-Mail-Adresse des Angreifers "[email protected]".

Wie können Sie gefälschte Absenderadressen erkennen? In den meisten Mailclients können Sie auf den Absendernamen klicken oder Ihre Maus über den Namen bewegen, um die dahinterliegende Absenderadresse angezeigt zu bekommen.

Natürlich gibt es noch weitere Taktiken, den Absender nachzuahmen.

Zum Beispiel könnte ein Angreifer eine ähnliche Absenderdomain benutzen, die sich von der seriösen nur schwer unterscheiden lässt:

From: "internex GmbH" <[email protected]>

From: "internex GmbH" <[email protected]>

From: "internex GmbH" <[email protected]>

Bei allen 3 Beispieldomains handelt es sich nicht um unsere Domain internex.at. Selbst wenn Sie die E-Mail-Adresse prüfen, würden Ihnen die Tippfehler im Domainnamen vielleicht gar nicht auffallen.

Wie können Sie gefälschte Domainnamen erkennen? Ein Tipp hierfür ist es, die Absenderadresse in ein Notepad-Fenster zu kopieren. Bei der Standard-Schriftart in Notepad (Consolas) lässt sich meist leichter erkennen, um welche Buchstaben es sich handelt.

2.1.2 - Falsche Link-Ziele

Bei Hyperlinks ist es möglich, einen Anzeigetext und eine dahinterliegende Zieladresse festzulegen.

Dies ermöglicht seriösen Akteuren, z. B. einen Link hinter einem Wort einzubinden:

Klicken Sie hier, um zur Startseite von internex Docs zu gelangen.

Mögliche Angreifer können dadurch jedoch auch einen gefährlichen Link seriös aussehen lassen:

Klicken Sie hier, um zu Google zu gelangen: https://www.google.at

Es sieht so aus, als würde man über den Link zu Google gelangen, jedoch wird man in Wirklichkeit zu unserem Kundenportal weitergeleitet, da eine andere Adresse im Hintergrund eingebunden ist.

Wie können Sie falsche Link-Ziele erkennen? Wenn Sie im Browser den Mauszeiger über den Link bewegen, ohne zu klicken, wird Ihnen am Bildschirmrand (meistens links unten) die dahinterliegende Adresse angezeigt. Bei E-Mails können Sie ebenfalls den Mauszeiger über den Link bewegen, ohne zu klicken, und die wirkliche Adresse wird angezeigt.

Klicken Sie im Zweifelsfall niemals auf Links in E-Mails, öffnen Sie die entsprechende Seite selbst im Browser.

2.1.3 - Gefährliche Dateianhänge

Angreifer nutzen Dateianhänge in E-Mails, um Schadsoftware unter täuschend echten Vorwänden (Rechnungen, Bewerbungen, etc.) auf Ihrem Computer zu installieren.

Die E-Mails drängen oft zur Eile, damit Sie unüberlegt handeln und den Anhang öffnen.

Besonders gefährliche Dateiendungen:

  • Ausführbare Dateien (z. B. .exe, .bat, ...): Diese Dateitypen können direkt Programme auf Ihrem Computer ausführen.

  • Skripte (z. B. .js, .vbs, ...): Diese Dateitypen können beim Öffnen automatisiert Befehle ausführen.

  • Office-Dokumente (z. B. .docm, .xlsm, .pptm, ...): Office-Dateien mit aktivierten Makros können programmierten Code ausführen.

  • Archivdateien (z. B. .zip, .rar, .iso, ...): Im verpackten Archiv befinden sich ausführbare Dateien mit Schadcode.

  • uvm.

Oft werden auch Konstrukte wie "dokument_pdf.exe" benutzt. Der Angreifer hofft, dass Sie die Endungen im Dateimanager ausgeblendet haben, sodass die Datei fälschlicherweise für ein harmloses Dokument (.pdf) gehalten wird.

Wie können Sie gefährliche Dateianhänge erkennen? Grundsätzlich muss man bei jedem Dateianhang in einer E-Mail von einer Gefahr ausgehen.

Es gibt jedoch einige Tipps, wie Sie sich besser schützen können:

  • Anhänge von unbekannten Absendern nie öffnen

  • Dateiendungen anzeigen lassen: Aktivieren Sie in Ihrem Betriebssystem die Anzeige von Dateiendungen.

  • Makros in Office-Dokumenten deaktivieren: Deaktivieren Sie die Ausführung von Makros im "Trust-Center" in den Einstellungen Ihrer Microsoft-Office-Anwendung.

  • Software und Virenscanner aktuell halten: Halten Sie Ihre Anwendungen, Ihr Betriebssystem und Ihren Virenscanner stets aktuell.

2.2 - Psychologische Merkmale

2.2.1 - Künstlicher Zeitdruck

Künstlicher Zeitdruck ist eine der psychologisch wirksamsten Methoden, um Sie unüberlegt handeln zu lassen.

Menschen treffen unter Stress oft schlechtere Entscheidungen. Wenn Sie das Gefühl haben, sofort handeln zu müssen, bleibt keine Zeit, um die E-Mail kritisch zu hinterfragen oder Details zu prüfen.

Angreifer nutzen diese Methode gezielt, damit Sie Daten preisgeben oder auf schädliche Links klicken.

2.2.2 - Panikmache

Um Druck auf Sie auszuüben, wird oft ein fiktiver Grund erfunden, der Sie in Panik versetzen soll. Ein Angreifer teilt Ihnen z. B. per E-Mail mit ...

  • ..., dass Ihr Konto kompromittiert wurde und Sie handeln müssen.

  • ..., dass Ihr Dienst in Kürze abläuft, wenn Sie nicht handeln.

  • ..., dass bestimmte Dinge passieren, wenn Sie kein Geld überweisen (Erpressung).

Das logische Denken soll durch diese Panikmache blockiert werden.

2.2.3 - Autorität

Ein Angreifer gibt sich per E-Mail meist als vertrauenswürdige Person aus, z. B. als Ihr IT-Mitarbeiter, Freund oder Bekannter, Firma, Behörde oder Bank. Es wird gezielt die Autorität dieser Institutionen genutzt, um Sie unüberlegt handeln zu lassen.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine E-Mail seriös ist oder von einem möglichen Angreifer stammt, wenden Sie sich über einen anderen Weg an den Absender. Nehmen Sie z. B. telefonisch Kontakt mit dem vermeintlichen Absender auf und fragen Sie diesen nach der E-Mail.

2.3 - Inhaltliche Merkmale

Angreifer versuchen, ihre Nachrichten möglichst überzeugend wirken zu lassen, machen dabei aber oft typische Fehler.

2.3.1 - Unpersönliche Anrede

Da ein Angreifer meist massenhaft E-Mails an Tausende oder Millionen von Menschen gleichzeitig verschickt, fehlt oft eine persönliche Anrede.

Typische unpersönliche Anreden lauten wie folgt:

  • Sehr geehrter Kunde,

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

  • Lieber Nutzer,

  • Guten Tag,

  • Hallo,

Ein möglicher Angreifer weiß oft gar nicht, wem die Empfänger-Adresse gehört.

2.3.2 - Sprachliche Mängel

Im Zeitalter von KI wird es immer schwieriger, Phishing-Mails anhand von sprachlichen Mängeln festzustellen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind kein verlässliches Warnsignal mehr für Phishing-Mails.

Angreifer lassen E-Mails von KI-Software in die korrekte Sprache mit geschäftstypischen Floskeln übersetzen.

Im Deutschen kann es dennoch vorkommen, dass besonders Umlaute (ä, ü, ö) oder das scharfe "ß" nicht korrekt übermittelt werden, da diese in diversen fremden Sprachen nicht vorkommen.

2.3.3 - Abfrage sensibler Daten

Seriöse Banken, Behörden oder Unternehmen fragen niemals per E-Mail nach sensiblen Daten wie Passwörtern, PINs oder Bankdaten.

Die Übermittlung dieser Daten per E-Mail ist nicht nur unseriös, sondern birgt auch erhebliche Sicherheitsrisiken, da E-Mails standardmäßig nicht verschlüsselt werden. Am Weg von Ihnen zum Empfänger kann die Kommunikation unverschlüsselt abgefangen und mitgelesen werden.

Wenn Sie sensible Daten an einen seriösen Empfänger übermitteln wollen, nutzen Sie z. B. verschlüsselte Links (One-Time-Secret) oder getrennte Kanäle (Benutzername per E-Mail, Passwort per SMS oder verschlüsseltem Messenger).

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